Einmaleins der Hundesprache


Der Hund zeigt Freude, Angst, Unsicherheit durch Signale. Die Sprache des Hundes ist völlig unabhängig von Rasse, Größe oder Alter des Hundes.

So drückt z.B .die Rutenstellung des Hundes mehr als zehn verschiedene Gemütslagen aus. Freude, Aufmerksamkeit, Gelassenheit, Unsicherheit, Unterwürfigkeit, Angriffsbereitschaft oder Anspannung lassen sich an der Rute des Hundes ablesen.

Mit seinen Ohren "spricht" der Hund ebenfalls zu uns. Locker stehende Ohren (nur bei Hunden mit Stehohren) bedeuten Sicherheit und Gelassenheit. Nach hinten gerichtete Ohren signalisieren Unsicherheit und Anspannung. Kombiniert mit der Rutenstellung und der Körperhaltung stehen dem Hund viele Möglichkeiten zur Kommunikation zur Verfügung.

Eine weitere Möglichkeit der Ausdrucksmöglichkeit sind die Lefzen. Zusammengezogene Lefzen zeigen Unsicherheit oder Angst. Leicht angezogene Lefzen vermitteln Freude. Die Hunde sehen aus, als ob sie grinsen oder lächeln. Stark nach oben gezogene Lefzen legen das Gebiss frei und sind ein Zeichen der Aggression.

Hier einige Beispiele wie der Hund seine Körpersignale einsetzt:

Der unsichere Hund
- Rute hängen lassen oder leicht eingeklemmt
- ducken und die Schultern hochziehen
- Ohren seitlich oder nach hinten geklappt
- Rückwärtsgang
- in den Augen ist die Unsicherheit zu erkennen

Der ängstliche Hund
- Rute flach unter dem Bauch
- rennt fluchtartig weg
- zittert
- verstörter Blick
- reißt an der Leine, um der "Gefahr" zu entkommen
- zuckt bei Geräuschen zusammen
- sieht hektisch in alle Richtungen

Der aggressive Hund
- stellt die Nackenhaare
- zieht die Lefzen hoch und zeigt die Zähne
- stellt die Rute senkrecht nach oben
- knurrt

Der freudige Hund
- versucht an einem hoch zu springen
- fängt freudig an zu jaulen und zu bellen
- leckt das "Gegenüber" ab
- freudiger, offener Blick
- wedelt wie wild mit der Rute, oft wackelt das ganze Hinterteil
- fordert zum Spiel auf, indem er die Vorderpfoten auf dem Boden hat und die 

  Hinterhand bleibt stehen

- wirft sich auf den Rücken ohne die Rute einzuklemmen
- stupst den Menschen an und lehnt sich eng an ihn

Der dominante Hund
- legt sich immer auf einen erhöhten Platz (nur der Stärkste liegt oben)
- Rüden markieren in der Wohnung
- läuft immer voraus und erwartet, dass der Mensch den Weg geht, den er wählt

- will immer als erster durch die Tür
- liegt im Weg und steht nicht auf
- begegnet anderen Hunden mit erhobener Rute
- steigt anderen Hunden auf die Schulter

Jeder Hundebesitzer sollte diese Sprache kennen und deuten können, um in jeder Situation zu wissen, was der Hund fühlt, um entsprechend reagieren zu können. Der Hund mach sich mit dem ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten verständlich, denn die Kommunikation innerhalb der Mensch/Hund-Beziehung ist für das Tier ebenso wichtig, wie die Kommunikation der Hunde untereinander. So werden Missverständnisse ausgeräumt oder können gar nicht erst entstehen. Wenn der Mensch weiß, wie der Hund sich fühlt, ob er Angst hat oder unsicher ist und nicht stur oder faul, dann kann er dem entsprechend auf das Tier einwirken und dies bei der Erziehung berücksichtigen


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